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Fraktion DIE LINKE. Hansestadt Wismar // Wismar 29. Januar 2009

Hält der Haushalt für 2009 der Hansestadt was er verspricht?

Die Fraktion DIE LINKE stimmt gegen den Haushaltplan


Am 29.01.2009 verabschiedete die Bürgerschaft den Haushalt 2009 der Hansestadt Wismar mit den Stimmen der SPD- und CDU-Fraktion. Das Abstimmungsergebnis war 19 Stimmen für den vorliegenden Entwurf, 9 Gegenstimmen sowie eine Enthaltung.

Christa Hagemann, unsere Fraktionsvorsitzende, sagte in der Debatte, die Mitglieder der Linksfraktion erkennen an, dass es nicht zu Abstrichen bei den freiwilligen Leistungen gekommen ist, wir aber bei der Umsetzung des Haushaltes auf die Einhaltung dieser Absichtserklärung achten werden. Das es mit der Realität des aufgestellten Haushaltes nicht weit her ist, kann man schon daran erkennen, dass die Bürgermeisterin in ihren Ausführungen voranstellte: „Es kann aber sein, die geplanten Einnahmen aus Gewerbesteuer werden nicht erreicht.“ Sie stellte gleich in Aussicht, dass im Laufe des Jahres ein oder mehrere Nachtragshaushalte erforderlich werden könnten.


Insbesondere diese Situationsbeschreibung, die sich vom Vorbericht im Haushaltsplan grundlegend unterscheidet, hat unsere Entscheidung bekräftigt, dem Haushaltsplan nicht unsere Zustimmung zu geben. Der Vorbericht zum Haushaltsplan verweist auf eine positive Entwicklung sowohl der Gewerbesteuereinnahmen, als auch des Gesamtanteils an der Umsatz- und Einkommenssteuer im Jahr 2008. Und kommt dann zu der falschen Schussfolgerung: „Gleichermaßen lässt dies auf ein stabiles Niveau beim Gewerbesteueraufkommen schließen.“ In Anbetracht der schon genutzten Kurzarbeiterregelung bei Klausner und dem Seehafen Wismar, ist diese Einschätzung realitätsfremd.

Auch die Mitglieder der Linksfraktion in der Bürgerschaft hoffen darauf, dass die Rezession nicht einschneidende, negative Auswirkungen auf unsere Kommune hat, aber um richtige Entscheidungen treffen zu können, muss realistischer an die Einschätzung der Situation gegangen werden. Bei den zu erwartenden und schon angekündigten „Nachtragshaushalten“ ist unsere Entscheidung, nicht für den Haushalt zu stimmen, eigentlich nur konsequent. Es muss uns nun darum gehen, die aus der Wirtschaftskrise entstehenden Kürzungen so zu begleiten, dass sie nicht zu Lasten der sozial schwachen Bürger gehen und die Mittel aus dem Konjunkturprogramm sozial gerecht eingesetzt werden.

Heinz-Otto Schönhoff
Mitglied der Bürgerschaft
Fraktion DIE LINKE.

 

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