Die Linke Fraktion Presse Partei Wahlen Kontakt Service

aktuellweitere Nachrichten KalenderVideoclips

 

Nachrichten // Fraktion DIE LINKE in der Bürgerschaft Wismar, 10. April 2009

Aus Opposition aktiv mitgestalten

Fünf Jahre für ein sozial gerechtes und lebenswertes Wismar

Die Fraktion 'die Linke' in der Bürgerschaft konnte manches auf den Weg bringen und einiges verhindern – sich aber wegen ideologischer Vorbehalte, insbesondere bei der CDU, oft nicht gegen die Mehrheit der Regierungskoalition durchsetzen...

 
...der Versuch einer Bilanz
 
Nach der Kommunalwahl 2004 konnten die Abgeordneten der SPD (14) und der CDU (9) eine komfortable Koalitionsmehrheit in der Bürgerschaft für sich verbuchen. Die Opposition, die Linke (7), liberale Liste FDP (4), B90/ die Grünen (1), Jugendparlament e.V. (1) und Einzelbewerber(1) konnte nur durch gute Argumente und allgemein interessierende Themen sowie intensive Auseinandersetzung mit den Vorlagen etwas bewirken.
Die Liberalen konnten sich leider nicht von der neo-liberalen Strategie: „Privat kann alles besser“ lösen und sie verließ nur selten die Fundamentalopposition. Die drei Einzelabgeordneten konnten die Kraft für eine gemeinsame Plattform des Handelns nicht aufbringen, so dass wir als Fraktion DIE LINKE die Oppositionsführerschaft ausfüllten.
 
Uns ging es nicht darum, aus ideologischen Gründen gegen Alles zu sein. Sinnvolle Anträge der Verwaltung und der anderen Fraktionen z.B. zur weiteren Ausgestaltung und Sanierung der Infrastruktur unserer Stadt, zur Ausgestaltung des Handelsnetzes usw. fanden immer auch unsere Zustimmung, denn hier haben wir bereits aktiv in den Ausschüssen an der Gestaltung dieser Vorlagen mitwirken können.
 
Deutlichen Widerspruch formulierten wir, wenn die Gebühren für die Bürger erhöht werden sollten, sich Verschlechterungen für ihre demokratische Mitwirkung ergaben oder Sozialleistungen reduziert werden sollten.
 
So u.a. bei den Gebühren für die Stadtbibliothek (12/04), den Parkgebühren (8/05), der  Straßenreinigung (10/05 und 10/08), der Fahrgasttarife ÖPNV (9/08), der Friedhofsgebühren (9/08) usw. Insbesondere die Änderung der Straßengebührensatzung vom Oktober 2008 zeigte, wie sich die Verwaltung gegen die Interessen der Bürger stellt. Viele Proteste zur Einführung der Reinigungsklasse 5 und der veränderten Winterdienstbereiche bestätigten letztendlich die Gründe unserer Ablehnung.
 
Aber auch neoliberalen Bestrebungen der Regierungsparteien und der Verwaltung zur Privatisierung der Grundelemente zur öffentlichen Daseinsvorsorge stellten wir uns konsequent entgegen. So war die Privatisierung des städtischen Krankenhauses, die über mehrere Stufen der GmbH-Bildung, der Überführung des Krankenhauses in diese GmbH und dem Verkauf der kommunalen Anteile unter Einbeziehung einer Lenkungsgruppe, von uns nicht nur kritisch begleitet, sondern auch konsequent abgelehnt worden.
 
In einem Fall gelang es uns, die Rücknahme eines Antrages der Bürgermeisterin zur Änderung der Hauptsatzung zu erzwingen. Hier wollte die Bürgermeisterin eine Änderung der öffentlichen Bekanntmachung erreichen, um entsprechende Kosten zu sparen und die Information der Bürger zu erschweren.
 
Unsere Arbeit konzentrierte sich jedoch nicht nur darauf, die Angriffe auf die Interessen der Bürger zu verhindern, sondern unser Ziel war es, durch kluge Argumente in Anträgen und Anfragen zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die Bürger der Stadt beizutragen.
 
So ist u.a. mit mehreren Anträgen und Anfragen um:

gerungen worden.
 
Für viele Vorschläge gab es keine Mehrheit, einiges konnte über die Ausschüsse in die Kommunalentscheidung eingebracht werden und in einzelnen Fällen, wie in den Beschlüssen um die Entwicklung des gotischen Viertels und der Forderung an die Landesregierung zur Anpassung des Kindertagesstätten-Förderungsgesetzes oder dem Grundsatzbeschluss  zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus, konnten wir auch die Mehrheit in der Bürgerschaft finden.
 
Unsere Zielstellung in der parlamentarischen Arbeit – Mitgestaltung und Verhinderung von Demokratie- und Sozialabbau - konnten wir somit in den vergangenen 5 Jahren weiter ausbauen. Wir haben in den Ausschüssen vielfach bei der Gestaltung der Beschlussvorlagen der Bürgermeisterin mitgewirkt und wie oben beschrieben einiges auf den Weg gebracht.
 
Für die Kommunalwahl 2009 sind wir somit gut aufgestellt – die parlamentarischen Erfahrungen sind eine gute Ausgangsposition für das Ringen um Wählerstimmen. Wir wollen mehr Verantwortung für unsere Stadt übernehmen und werben  deshalb um jede Wählerstimme.
Unser Ziel ist die  deutliche Reduzierung  der sozialen Ungerechtigkeit  in unserer Stadt und  die stärkere Beachtung der Vorschläge und Interessen  unserer Bürger bei der Gestaltung der kommunalen Infrastruktur.

 

Zurück zur                             Übersicht
Seite   zurück Seite   vorwärts
Seite   drucken Seite   versenden

 

Ende