Nachrichten //Horst Neumann, Friedensinitiative Bad Kleinen, 13. Januar 2010
Bush hatte nicht nur das Ansehen der USA in der Welt stark beschädigt, sondern auch die eigenen Bürger frustriert, ohne die Kriegsziele zu erreichen. Wessen Hoffnungen Obama in diesem Jahr erfüllt hat, ist sehr deutlich.
Dass der smarte Obama vor allem die Aufgabe hat, die ungeliebte
Kriegspolitik der USA in der nationalen wie internationalen
Öffentlichkeit in ein schöneres Bild zu setzen, wurde schon deutlich bei
den Beratern und Ministern, die ihm an die Seite gestellt wurden (oder
sollte man lieber sagen, mit denen er „umstellt“ wurde?).
Bushs Verteidigungsminister Robert Gates konnte sein Ressort
weiterführen. Zum nationalen Sicherheitsberater wurde US-General Jones
berufen, der von 2003 bis 2006 Oberkommandierender der NATO in Europa
war. In dieser Zeit entwickelte er u.a. das
NATO-Eingreif-Truppenkonzept. Er beförderte die Neuausrichtung der NATO
auf die (weltweite) Sicherung von Energieressourcen. Das hieß,
insbesondere die USA und die NATO in die Lage zu versetzen, politische
Kontrolle über die aus deren Sicht drei wichtigsten Energieregionen zu
gewinnen: den Persischen Golf, das Gebiet zwischen Schwarzem und
Kaspischem Meer und den westafrikanischen Golf von Guinea.
In Clintons Außenministerium ist ein Vertreter der jüdischen Lobby für
den Nahen Osten zuständig. Bei seiner Rede in der Militärakademie
Westpoint und Erklärung zum Friedenspreis ließ er keinen Zweifel daran,
dass es den USA ihre Ziele überall militärisch durchsetzen wollen.
Für die Völker ist Präsident Obama eine Enttäuschung.